05.12.2007
wie ich soeben in einer e-mail las (und was ich im stillen schon prophezeit habe), schließt die “großartige” t-community zum jahresende ihre pforten. der abgang geht meines erachtens stilvoll und ohne peinlichkeit vonstatten. es wird auch noch darauf hingewiesen, dass es andere orte im netz gibt, wo man sich austauschen kann.
das ebenfalls mit einigen (vielen) tausend euro gepushte unddu wird auch schon an einigen stellen im netz totgesagt. die prophezeiten millionen mitglieder bis irgendwann nächstes jahr finden wohl nur in den gehirnen einiger entscheider statt. wer sich wirklich mit der materie beschäftigt und das netz auch durchblickt hat, weiß, dass dies kokolores ist. den erfolg von studivz (an dieser stelle ziehe ich meinen hut vor der großartigen marketingtechnischen leistung) macht wohl in deutschland niemand so schnell nach – wieviele millionen auch dahinter stecken mögen.
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05.12.2007 1 Kommentar
seitdem ich mit diesem netten projekt angefangen habe (ca. juni 2006), habe ich mir natürlich unter anderem gedanken ob der machbarkeit, der finanzierung, dem zeitlichen rahmen und der konkurrenz (wenn man sie denn mal so nennen möchte) gemacht. da ich primär keine finanziellen interessen hege (zumal mal als einzelkämpfer auch noch ein paar andere sachen zu tun hat außer businesspläne zu erstellen), gehe ich die sache ziemlich entspannt an. wenn ein release mal einen monat später erscheint als angekündigt, soll dies nur im sinne der qualität sein – das sehe ich als vorteil gegenüber der abhängigkeit von investoren (obwohl das auch wieder abhängig ist vom verhältnis zu diesen und die absichten derer).
klar wurmt es einen schon, wenn man mangels zeit (da man ja tagsüber noch einem broterwerb nachgeht) andere projekte beobachtet, wie diese in die öffentlichkeit preschen und sich über benutzer freuen. klar könnte ich auch meinen job an den nagel hängen und tagein tagaus meine kraft und zeit meineLeude widmen. aber ich finde es wichtig, nicht zu abhängig von dem projekt zu werden, wie es bei anderen gründern der fall ist. zum einen die finanzielle abhängigkeit (wenn man kein student mehr ist, hat man automatisch einen anderen lebensstil, der finanziert werden möchte) – zum anderen finde ich es auch ganz wichtig, auch mal einen schritt neben das projekt machen zu können und den blick darauf zu richten; mal 3 tage etwas ganz anderes machen zu können; sich nicht darin zu verbeißen, sondern nach wie vor den spaß und nutzwert der sache sehen und sich freuen, dass die leude es gerne nutzen und damit auch sinnvolle und witzige sachen anstellen.
klar würde es mich wahnsinnig freuen, wenn sich hier demnächst 10.000 leude tummeln. ich glaub ich würde erstmal ne runde schampus für meine betatester schmeißen. ich denke, wir (ich, meine betatester-freunde sowie alle anderen leude) sind auf einem guten weg dahin, eine wirklich schöne und unabhängige community jenseits von effektheischerei und finanzierungsmodellen aufzubauen.
aber bis dahin wird noch der ein oder andere feierabend und hier und da mal ein wochenende programmiert, getüftelt und gebastelt .. und sich vor allem durch die rege nutzung und das tolle feedback der betatestschaft motiviert, weiterzumachen.
Schlagworte: beta, feedback, hintergrund, tellerrand
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